Gymnasium Wertingen jetzt „Digitale Schule“

Den Ehrentitel „MINT-freundliche Schule“ dürfen in ganz Bayern nur 76 Schulen tragen. Eine davon ist das Gymnasium Wertingen. Das bayerische Kultusministerium würdigt damit die herausragende Arbeit der Schulen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technologie

Darüber hinaus dürfen nun erstmalig 20 weitere Schulen sich offiziell als „Digitale Schule“ bezeichnen. Das einzige Gymnasium in Schwaben, das sich nun so nennen darf, ist wieder das Gymnasium Wertingen. Die beiden Informatiklehrer Werner Müller und Günter Häußler durften nun zusammen mit Schülern aus den Händen von Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich ihre Urkunde in Empfang nehmen. Die Ehrung der Schulen in Bayern steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).

Im Vorfeld hatten die Bewerber die Möglichkeit, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann dann von einer digitalen Schule gesprochen werden.

Das Wertinger Gymnasium konnte die Juroren mit einer Reihe von Aktivitäten auf dem Gebiet der Informationstechnologie überzeugen. So gibt es seit Jahren die sog. Laptopklassen, in denen der Rechner das herkömmliche Schulheft weit gehend ersetzt hat. Der Unterricht ist hier meist projektorientiert, die Schüler arbeiten in der Regel in kleinen Gruppen. Daneben können Schüler der Mittelstufe den international anerkannten Europäischen Computerführerschein (ECDL) erwerben. In Wahlkursen und Arbeitsgruppen erlernen schon die Jüngsten die Grundlagen des Programmierens. Einmalig in Bayern ist die Möglichkeit, das Mathematikabitur auch mit Computeralgebrasystemen (CAS) abzulegen. Das Gymnasium ist darüber hinaus Referenzschule für Medienerziehung. Hier werden neue digitale Konzepte erarbeitet und erprobt. Gelobt wurde auch die sehr gute Ausstattung auf der Hardwarseite, die der Sachaufwandsträger in enger Abstimmung mit der Schule ermöglicht.
Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT-Zukunft schaffen“, drückte in seiner Laudatio seine Anerkennung für das große Engagement der Lehrkräfte der geehrten Bildungseinrichtungen aus: „Die MINT-Projekte und -Schwerpunkte zeigen, dass die Verantwortlichen an unseren Schulen auch hochengagierte Querdenker sind, die Talentbiotope an ihren Schulen schaffen – das schaffen manche Vorstandsvorsitzende in Wirtschaftsunternehmen nicht! Das ist die beste Voraussetzung, um auch den nächsten Schritt, den zur ‚Digitalen Schule‘ zu gehen.“