Jugend debattiert – Schulentscheid

Im großen, vollbesetzten Forum herrscht angespannte Stille, die nur durch das eifrige Schreiben und Sortieren von vier Schülern unterbrochen wird, die im Lichtkegel des beleuchteten Podiums darauf warten, ihr rhetorisches Geschick vor ihren gespannten Klassenkameraden und Lehrern unter Beweis zu stellen. Gleich werden sie sich einen spannenden Schlagabtausch zum Thema: „Soll der Verzehr von ‚fast food‘ in der Schule verboten werden?“ liefern.

Was hier vor den Augen der Schulgemeinschaft stattfindet ist das Schulfinale des internationalen Wettbewerbs „Jugend debattiert“, an dem das Gymnasium Wertingen, wie etwa 130 andere bayerische Schulen, auch dieses Jahr wieder teilnimmt. Zu diesem Zweck wurden die besten jungen Redner der 9. Jahrgangsstufe ermittelt, die nun auf dem Podium gespannt der Finalrunde entgegenfiebern.

Im Vorfeld hatten sie zusammen mit ihren Mitschülern unter Anleitung ihrer speziell hierfür geschulten Lehrer erlebt, wie man durch Debattentraining sprachliche, politische und persönliche Bildung intensivieren kann. So sollen die Schüler vor allem zur kritischen Reflexionsfähigkeit befähigt werden, denn wer gelernt hat, andere Meinungen zu respektieren, eigene Positionen begründet vorzutragen und Argumente abzuwägen, ist in der Lage, mitzureden und an der Gesellschaft teilzuhaben. Zentrale Fähigkeiten, die nicht nur die Debattanten, sondern auch die eigens fortgebildete Jury, die überwiegend aus Schülern besteht, unter Beweis stellt. So demonstriert das Projekt von Jugend debattiert eindrucksvoll, dass Spaß am rhetorischen Schlagabtausch, Flexibilität sowie der Wille, sich in komplexe Themenstellungen einzuarbeiten kein bloßes Wunschdenken von Pädagogen oder Vertretern der Wirtschaft ist, sondern am Gymnasium Wertingen gelebt wird.

Am Ende durften sich alle Zuhörer über ein hohes Leistungsniveau der Finalisten freuen, die engagiert und sachkundig ihre Standpunkte vertreten und es der Jury somit nicht leicht gemacht haben, einen Sieger zu küren. Letzten Endes ging Jonathan Roßmanith (9b) vor Amalia Sluha (9c), Emily Feyer(9d) und Alexander Meyerle (9b) als Sieger im rhetorischen Wettstreit hervor.

Auf die Finalisten wartet bereits die nächste Herausforderung: Zusammen mit einigen Juroren werden sie zum Regionalentscheid nach Ingolstadt fahren, der am 27. Februar stattfindet.