Antike anschaulich – Vortrag Dr. Junkelmann

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das sagt man zumindest landläufig. Herr Dr. Marcus Junkelmann bewies unseren Schülern, dass dieses Sprichwort auch tatsächlich wahr ist. Denn wenngleich es schon ein paar Jahre her ist, so ist seine Geschichte, wie er mit sieben weiteren Mitstreitern in voller Ausrüstung eines römischen Legionärs von Verona über die Alpen nach Augsburg marschiert ist, immer noch absolut erzählenswert. Und so interessant diese Erzählungen waren, so lustig muteten die Anekdoten an, die er über den Papierkrieg mit den Behörden zu berichten hatte: Österreich wollte der Gruppe von ausgewiesenen Archäologen und Historikern den Durchgang sogar ganz verweigern, waren sie doch in der militärischen Uniform einer fremden Macht gekleidet. Gott sei Dank siegte letztendlich dann doch die Einsicht, dass es sich hier um ein wissenschaftliches Projekt handelte, von dessen Erkenntnisgewinn wir übrigens heute noch zehren. So manchen Irrglauben über das römische Leben kann man nämlich nur widerlegen, wenn man sich über längere Zeit in die Lage eines Römers versetzt. Dr. Junkelmann erzählte allerdings nicht nur, sondern hatte auch zahlreiche reale Exponate dabei, die er auf der Basis seiner mühsamen Forschungsarbeit nachbauen ließ. Unseren Schülern, die Helme, Schuhe, Kettenhemden und Schilde nicht nur halten, sondern auch anprobieren durften, schien es sichtlich gefallen zu haben. (CA)