Religion in the USA – A Talk

Gibt es tatsächlich ein fliegendes Spaghetti-Monster? Was haben die Simpsons mit Religion zu tun? Würde die amerikanischste aller Familien wirklich in den Himmel kommen? Und was hat das alles mit der facettenreichen religiösen Landschaft in den USA zu tun?Diesen und noch vielen anderen Fragen zur amerikanischen „nation with the soul of a church“ ist unser Gast-Star Dr. Markus Hünemörder, Privatdozent an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in gewohnt kurzweiliger Weise nachgegangen. Die USA-Vortragsreihe in englischer Sprache, die das Gymnasium Wertingen ihren Kollegiaten bietet, ging damit in ihre nunmehr dritte Runde. Nach aktuellen Themen wie den Präsidentschaftswahlen und den Einwanderungsbewegungen in die USA beleuchtete der renommierte Amerika-Spezialist dieses Mal einen interessanten kulturellen Aspekt, der amerikanische Politik und Gesellschaft definiert, wie es in Deutschland unvorstellbar wäre: Die religiöse Diversität Amerikas sowie die daraus entstandene „Civil Religion“ um das Amt des Präsidenten. In diesem Zusammenhang erfuhren die Kollegiaten unter anderem, weshalb jeder Präsident seine Rede mit „God bless America“ beendet und welchen Einfluss religiöse Zugehörigkeit trotz verfassungsrechtlicher Trennung auf politische Fragen hat. Hier zeichnete Dr. Hünemörder einen historischen Überblick von Abraham Lincoln über John F. Kennedy, den bislang einzigen Katholiken im Oval Office, bis hin zu Trumps politischen Aktionen und verdeutlichte somit eindrucksvoll die Aktualität des Themas.

Die abschließende Fragerunde bildete einen gelungenen Abschluss der interessanten Veranstaltung, denn sie zeigte, wie sehr sich die Kollegiaten bereits mit diesem komplexen Thema beschäftigt hatten.

Melissa Schneider