Gemeinsame Erklärung der K 13 und der Schulleitung

Die Berichterstattung der Wertinger Zeitung über die Ereignisse beim Weiß-Blauen Fest der K 13 sowie die Vorkommnisse rund um den geplanten Abiturstreich hat das Verhältnis zwischen ehemaligen und jetzigen Schülern, Schulleitung und Außenstehenden schwer belastet. Es ist den Beteiligten deshalb ein Anliegen, die tatsächlichen Abläufe korrekt wiederzugeben und Missverständnisse zu bereinigen.

Das traditionelle Weiß-Blaue Fest lief zunächst völlig friedlich ab. Ehemalige waren ebenso eingeladen wie Lehrer, Eltern und auch Schüler der jetzigen K12, um zusammen gemütlich zu feiern. Bis ca. drei Uhr hatte sich das Fest zum Großteil aufgelöst. Einige der Organisatoren waren noch anwesend, als sichtlich betrunkene ehemalige Schüler vorangegangener Abiturjahrgänge zu randalieren begannen. Nicht die Polizei gerufen zu haben, hat sich im Nachhinein als Fehler erwiesen. Dies mag der mangelnden Erfahrung der Organisatoren geschuldet sein.

Für viele einzelne Taten in dieser Nacht gibt es keine Zeugen, die genaue Namen preisgeben könnten. Der entstandene Sachschaden wurde umgehend aus Mitteln der K13 und eines früheren Abiturjahrgangs beglichen, obwohl sich die wirklich verantwortlichen Täter bisher weder gemeldet noch ihrerseits Schadenersatz geleistet haben. Die Schüler der K13 bedauern diese Vorfälle außerordentlich und haben sich bei den beteiligten Parteien entschuldigt. Für die Betreiber des Sportheims und die Organisatoren war der Fall damit abgeschlossen. Der drei Wochen nach den Ereignissen veröffentlichte Artikel in der WZ führte jedoch zu einer massiven Eskalation.

Nicht nur, dass der K12 viele Sponsoren für den K13-Ball im September abspringen, mit dem traditionell das Geld für Abizeitung, Abiball und Abistreich erwirtschaftet wird. Auch viele außerschulische Feste der anderen Jahrgänge können nicht stattfinden, weil keine Örtlichkeiten an die „verantwortungslosen Gymnasiasten“ mehr vermietet werden. Wegen einer handvoll hemmungsloser Randalierer wurde nicht nur der Ruf des Jahrgangs, sondern auch der Ruf der gesamten Schule beschädigt.

Um dies auch öffentlich deutlich zu machen, sah sich die Schulleitung genötigt, eine weitere Aktion wie den Abistreich zu unterbinden, die bei unkontrolliertem Verlauf zusätzlichen Schaden angerichtet hätte. Die Bedenken wurden in einem Gespräch zwischen der Schulleiterin und Vertretern der K13 angesprochen. Offenbar wurden sie aber nicht hinreichend begründet und in Kollegium und Schülerschaft weiter kommuniziert. Dies führte letztendlich zu der Protestaktion vom 20. Juli. In der Berichterstattung über diese Aktion wurden die Vorkommnisse dramatisiert und die Aussagen der Schulleiterin falsch wiedergegeben.Zu keinem Zeitpunkt hat sie die Abiturienten als "schulfremde Personen" oder "verschreckte Hanseln" bezeichnet. Sie waren und sind gern gesehene Mitglieder der Schulgemeinschaft.

In einem intensiven Gespräch zwischen Schulleitung, Vertretern des Abiturjahrgangs 2010 und der Vorsitzenden des Elternbeirats, die ursprünglich hinter den Maßnahmen des Direktorats gestanden hatte, konnten die Positionen geklärt und Missverständnisse ausgeräumt werden. Allen Beteiligten ist es ein Anliegen, dass die Öffentlichkeit das Gymnasium Wertingen als das anerkennt, was es ist: eine fortschrittliche Schule mit motivierten Lehrern und engagierten Schülern. Nachkommende Schülergenerationen sollen nicht ohne eigene Schuld die Konsequenzen für das Fehlverhalten einiger weniger tragen müssen.