Biologie + Technik = Bionik

Aus erster Hand erhielten Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe Einblicke in das Forschungsgebiet der Bionik.

Was haben ein Hubschrauber, ein Klettverschluss und ein Robotergreifarm gemeinsam? Sie alle ahmen Techniken nach, die sich in der Natur im Laufe der Evolution als sinnvoll erwiesen haben. Der wissenschaftlichen Erforschung dieser Techniken hat sich die Bionik verschrieben. Sie analysiert die vorhandenen natürlichen Lösungen, bereitet die Prinzipien auf und macht die der menschlichen Technik zugänglich. Dabei erforschen die Fachleute einerseits Konstruktionen und Verfahren, die sich in der Natur herausgebildet haben und andererseits die dahinter steckenden Methoden zur Übertragung von Informationen. Mittlerweile fast schon alltägliche Anwendungen finden sich in der Gestaltung selbstreinigender Oberflächen, in der Medizintechnik oder im Leichtmetallbau.

Auf Einladung der Fachbetreuerinnen Biologie und Physik des Gymnasiums Wertingen, Waltraud Löffelmann und Elisabeth Fehrenbach, gaben zwei Doktorandinnen der Universität Würzburg nun Schülern der 8. Jahrgangsstufe Einblicke in diese relative neue Fachrichtung, die ihren Namen aus einer Zusammensetzung der Begriffe Biologie und Technik ableitet. Mirjam Falke und Elisabeth Memmel von der „Initiative junge Forscherinnen und Forscher“ informierten in einem schülergerechten und reich bebilderten Vortrag über Errungenschaften der Technik nach dem Vorbild der Natur. In zwei Klassenzimmern waren im Anschluss Versuchsstationen aufgebaut, an denen die Schüler anschließend selbst Experimente durchführen konnten. Und so wurde deutlich, dass sich hinter der Technik des Hubschraubers die Flugtechnik der Libelle versteckt, dass im Pflanzenreich das Prinzip der Klette längst entwickelt war, bevor es auf Anorak- oder Schuhverschlüsse übertragen wurde oder dass ein moderner Industrieroboter nichts anderes ist als ein mechanischer Elefantenrüssel.