Das Schülermentorenprogramm ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, das in Kooperation mit dem Diözesanverband der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) durchgeführt wird. Es richtet sich an Schüler, die aktiv und eigenverantwortlich das Schulleben mitgestalten wollen. Während zwei Kursphasen lernen die Teilnehmer wichtiges zu Gruppenleitung und dem Umgang mit bestimmten Situationen in einer Gruppe. Zwischen den Ausbildungsphasen führen die Schülermentoren ein selbst ausgewähltes Projekt mit anderen Schülern durch, z.B. eine Schulhausübernachtung, eine Adventsfeier mit Schülern und Senioren im Altenheim oder einen Spielenachmittag.

SMP
Die Leiterrunde der 9. und 10. Klasse

Mittlerweile hat sich aus den Teilnehmern ein Gruppe gebildet, die sich regelmäßig trifft und selbstständig weitere Aktionen organisiert, z.B. auch mit den Schülern der KSJ-Gruppe am Ringeisen-Gymnasium Ursberg. Zu den jährlichen Höhepunkten gehört das Zeltlager in den Sommerferien. Die KSJ ist ein Schüler- und Schülerinnenverband im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die KSJ will Kinder und Jugendlichen einen Raum bieten, in dem sie sich selbstbestimmt entwickeln können. Die Mitglieder organisieren sich vor allem an Realschulen und Gymnasien.

Aktivitäten in diesem Schuljahr:

Die Teilnehmer des Schülermentorenprogramms aus den 9. Klassen bieten unter anderem eine Schulhausübernachtung für die 6. Klassen an. Die KSJ-Mitglieder aus der 10. Klasse engagieren sich als Tutoren für die 5. Klassen und veranstalten für die Schüler u.a. Spielenachmittage oder eine Schulhausrallye. Vierzehn Teilnehmer des P-Seminars „KSJ“ organisieren für Schüler ab der Mittelstufe ein Hüttenwochenende, eine Fahrradtour und ein „Mister X-Spiel“. Außerdem beteiligen sich Schüler an den Ver-anstaltungen des KSJ-Diözesanverbandes wie z.B. dem Unter- und Mittelstufentreffen sowie dem Zeltlager in den Sommerferien.

P-Seminar „KSJ-Gruppe“ (Schuljahr 2013-15)

In den Schuljahren 2013-15 fand ein P-Seminar „KSJ-Gruppe“ statt, das als Projekt ein „Juggerwochenende“ für Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse durchführte.

„1, 2, 3, Jugger!” – Aggressionsbewältigung nach KSJ-Rezept – wie Jesus einfach mal die Sau raus lassen!

In Jogginghose und Badelatschen sitzen sie da und beten gemeinsam das „Vater Unser”. Es ist ein für den objektiven Zuschauer recht merkwürdiger Anblick, der sich im kleinen Altarraum des Jugendhauses „Hühnerhof” in Thannhausen ergibt. Und dennoch feiert Jugendpfarrer Christoph Lentz zusammen mit 34 Vierzehn- bis Achtzehnjährigen einen ganz normalen Gottesdienst. Allerdings spricht er dabei auch einmal in der Jugendsprache und verweist am Ende nicht auf die nächsten Beerdigungen, sondern das WM-Finale am Sonntagabend. Den Sport stellt Christoph Lentz auch bei seiner Predigt in den Vordergrund, da er ihn als gutes Mittel sieht um, „es einfach mal wie Jesus zu machen, so richtig die Sau raus zu lassen und so seine Aggressionen loszuwerden“. Und dazu bekommen die Kirchengänger danach auch alle Möglichkeiten. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst und dem Frühstück ging es für die, schon am Vortag angereisten, Teilnehmer des „Juggerwochendes” der KSJ Augsburg nämlich endlich zur Sache: Juggern stand auf der Tagesordnung. Bei der Sportart, die ursprünglich aus den USA stammt, stehen sich zwei Sechserteams gegenüber. Jedes Team besitzt einen Läufer, dessen Ziel es ist den rugbyähnlichen Spielball im gegnerischen „Torfeld” zu versenken. Alle anderen Mitspieler sind mit sogenannten „Pompfen“ ausgestattet. Das sind waffenähnliche Spielgeräte, die aber selbstverständlich ungefährlich sind. Mit diesen kann man gegnerische Spieler „pinnen”, also für einige Sekunden aus dem Spiel nehmen, um so dem eigenen Läufer den Weg zu ebnen. Diese Zeit wird durch Trommelschläge bestimmt, die während des gesamten Spiels ausgeführt werden. Hierbei ist große Ehrlichkeit gefragt: Nur wenn alle Spieler fair bleiben, ist ein spannender Spielverlauf möglich. Diese Fairness ließ aber keiner vermissen und so war auch unser Juggererlebniss ein voller Erfolg. Was anfangs noch nach wildem Kampfsport aussah, entwickelte sich schnell zu einem von Taktik und Teamwork geprägten Spiel. Auch der Umgang von Mitspielern und Gegner blieb immer fair und so waren viele am Ende so begeistert, dass selbst in der Pause vor dem anstehenden Abendessen noch fleißig weitergejuggert wurde. Nachdem die Spieler ihre leeren Mägen gefüllt hatten, ließen wir den Abend dann mit einigen weiteren Spielen wie „Capture the flag“ und gemütlichen Beisammensitzen am Feuer ausklingen. Erschöpft, aber glücklich waren die Teilnehmer dann am Sonntag, dem Tag der Abreise – ein gelungenes KSJ-Wochenende, das viel Kraft und Organisationsaufwand für das P-Seminar „KSJ-Gruppe” am Gymnasium Wertingen kostete, aber dennoch allen viel Freude bereitete. „Ein einmaliges Erlebnis” meinten die Teilnehmer. Auch der extra angereiste, langjährige KSJ-Betreuer war begeistert: „Das Juggern gehört zur KSJ – einfach geil!”