Gymnasium wieder „MINT-freundliche Schule“

IMG_8500xZwei weitere Jahre darf sich das Gymnasium Wertingen offiziell mit dem Ehrentitel MINT-freundliche Schule schmücken. Insgesamt wurden 74 Grund- und weiterführende Schulen ausgezeichnet, einige wie eben das Wertinger Gymnasium zum wiederholten Male. Prämiert werden mit der Auszeichnung Schulen, die einen besonderen Schwerpunkt auf die Ausbildung in den sog. MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik und Technologie setzen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder und des bayerischen Kultusministers Ludwig Spaenle und wird getragen vom Bundesverband der Arbeitgeber (BDA) und dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI).

Bei der Preisverleihung in Freising betonte Christof Prechtl, Leiter der Abteilung Bildung bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, die Bedeutung der Fächer für den Wirtschaftsstandort Deutschland: „Bereits im Jahr 2020 werden mehr als 230.000 Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt in Bayern fehlen. Dies geht aus der vbw-Studie ‚Arbeitslandschaft 2040‘ hervor. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, benötigen wir schon in den Schulen Programme, die früh die Begeisterung junger Menschen für Technik fördern. Die MINT-freundlichen Schulen beweisen, dass sie die MINT-Fächer besonders im Blick haben und sich für den Nachwuchs engagieren.“ Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ ergänzte: „Die ganze Schulgemeinschaft, ihre Lehrkräfte, Eltern, Schüler und Partnerunternehmen sind Herzstück vor dem Hintergrund, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu gewinnen, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht.“

Bundesweite Partner der Initiative zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf der Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Das Gymnasium Wertingen trägt dem auf vielfältige Weise Rechnung. So ist die Schule einer der Pioniere beim Einsatz moderner Medien im Unterricht, seit einigen Jahren sogar Referenzschule für Medienerziehung. Daneben engagieren sich Lehrkräfte und Schüler in Zusammenarbeit mit Universitäten Hochschulen im Bereich der Nanotechnologie und der Medizintechnik. Auch Unternehmen aus der Region wie die Firmen Glas Trösch, Zott, Grünbeck, oder KUKA gehören zu den Partnern, die den Schülern laufend Einblick in ihre Produktion bieten und so erste praktische Berührungen mit den Naturwissenschaften ermöglichen.