Freiheit und Determination

Wenn die beiden wichtigen Begriffe „Freiheit“ und „Determination“ aufeinanderprallen, dann liegt Spannung in der Luft. Diese war auch sehr deutlich unter den Schülern der 11. Jahrgangsstufe im Forum zu spüren, als Dr. Franz Hauber im Oktober auf Einladung der Fachschaft Ethik über dieses divers diskutierte Thema  in seiner mitreißenden Art referierte. Nach einer kurzen Einführung von der Fachkoordinatorin Ethik, Katrin Schmid, gab der Referent tiefe Einblicke in die neuesten Erkenntnisse der Geist-Gehirn-Forschung, so lebhaft und anschaulich, dass sich jeder von der Thematik angesprochen fühlte. Dabei wagte Dr. Hauber auch Ausblicke in die Zukunft des Menschseins, die einen Großteil der Zuhörerschaft in ihren Bann zog und ihnen gleichsam vor Augen führte, wie relevant die skizzierten Entwicklungen für das Leben aller Menschen werden könnten.

Auf die Schüler wirkte besonders nachhaltig, wie absolut nötig es ist, dieses Feld nicht wirtschaftlichen Interessen zu überlassen, sondern stets kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls mögliche Erfindungen auch zu verhindern. Der pensionierte Lehrer und passionierte Wissenschaftler konnte mit seinem Vortrag „Freiheit und Determination: Neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften“ den Lehrkräften der diversen Fachrichtungen Religion, Ethik, Sozialkunde und Biologie die nahezu unmögliche Aufgabe abnehmen, das Thema auch im Spiegel der neuesten Forschungserkenntnisse zu beleuchten, wobei es ihm gleichzeitig gelang, aufgeworfene Fragestellungen umfassend und ausgehend von einem vertieften Wissen gemeinsam mit den Schüler zu diskutieren. Ein neuralgischer Punkt war sicherlich die Frage, wo in einem technologisierten Weltbild Gott noch seinen Platz findet.

Herr Dr. Hauber beeindruckte die jungen Menschen nachhaltig. Als Lohn für seinen mit Herzblut gehaltenen Vortrag erhielt der Referent einen so heftigen und ausdauernden Schlussapplaus, wie es selten der Fall ist. Damit war eine gelungene Veranstaltung zu Ende gegangen, von der es sehr wünschenswert wäre, diese auch in den kommenden Jahren am Gymnasium Wertingen durchzuführen.

Dr. Katrin Hicks, Katrin Schmid