Briefe für die Freiheit

Wenn Minderjährige in Strafkolonien festgehalten, Demonstranten für ihr Aufbegehren in nicht-demokratischen Staaten inhaftiert werden oder ihnen gar die Todesstrafe droht, ist es Zeit, die Stimme – oder besser gesagt den Stift – zu erheben!

Die gesamte Schülerschaft des Gymnasiums Wertingen wurde am Donnerstag, den 19.12., von den Fachschaften Sozialkunde und Ethik eingeladen, am jährlichen Briefmarathon von Amnesty International teilzunehmen und in individuell verfassten Protestbriefen an die Regierungen bzw. Botschafter zu appellieren: Mit den „Briefen für die Freiheit“ drückten die Schüler aus allen Jahrgangsstufen ihre Forderungen nach Einhaltung der Allgemeinen Menschenrechte aus, hatten aber auch die Möglichkeit, unterstützende Worte an die Inhaftierten selbst zu richten.

Damit diese doch nicht leichte Aufgabe auch gelingt, wurden die Schülerinnen und Schüler von den Klassen 8a und 8d sowie ihren Lehrerinnen Katrin Schmid und Dr. Katrin Hicks mit den notwendigen Informationen versorgt und beim Verfassen der Briefe unterstützt. An Gruppentischen mit selbst gebastelten Laternen fanden rege Diskussionen über die offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen in verschiedenen Regimen statt.

Dass die Aktion von großem Erfolg geprägt war, davon zeugen nicht nur 250 Briefe, die zustande kamen, sondern auch der lebhafte Austausch zwischen den Schülern unterschiedlichen Alters. Ein wahres „Schreib-Fieber“ war spürbar – und am Ende stand  die Einsicht: Menschenrechte müssen für jeden gelten. Immer. Überall.

Die „Briefe für die Freiheit“ werden nun an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

 

Katrin Schmid