Digitaler Unterricht – neue Wege gehen

„Eigentlich ist es so schade, dass viele tolle Arbeiten von Schülern nicht von einem großen Publikum gesehen werden, sondern nach der Abgabe in der (manchmal auch digitalen) Schublade verschwinden.“ Dieser Gedanke war der Beginn einer vagen Idee, aus der am Ende ein ganzes Projekt und eine digitale Ausstellung entstand.

Die Idee: Eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen am Ende unserer Unterrichtseinheit „die Lunge“, aber nicht als Referat oder Plakat, sondern als interaktive Ausstellung, wie sie auch schon Museen anbieten.

Wie bei einem richtigen Projekt wurden Projektleiter ernannt und jeder musste etwas zur Ausstellung beitragen. Das spannendste für mich als Lehrerin: Ich habe die Leitung komplett aus der Hand gegeben und auch erst am Ende das Ergebnis gesehen. Sogar der Zeitrahmen für die Bearbeitung und die Abgabezeitpunkte für einzelne Arbeitsschritte wurden von den Schülern selbstständig festgelegt. Und ich war tief beeindruckt, welche Kreativität und Enthusiasmus in meinen Schülern steckt, auf die ich nach Ende des Projekts richtig stolz bin. So ein Ergebnis in einer relativ kurzen Zeit hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.

Und auch die Schülerinnen und Schüler waren am Ende nicht nur stolz auf ihre Beiträge, sondern auch auf all das was auf dem Weg zur fertigen Webseite nötig war. Dies zeigt das Fazit der Schüler, das sie in einem kurzen Bericht über ihre Arbeit im Projekt ziehen sollten:

„Mir ist klar geworden wie viel Zeit und Energie man in so ein Projekt reinstecken muss, damit das Ergebnis genau dem entspricht was man sich vorgestellt hat.“ (Thessa H.) – „Das Projekt hat mir aber auch sehr viel Spaß gemacht. Es war auch wieder, wie eine Art Übung, bei der man jedes Mal aufs Neue mehr und mehr dazu lernt, was mir dazu verhilft Probleme flexibel zu lösen.“ (Noel B.) – „Ich würde es begrüßen, wenn wir noch mehr kreative Formate im Unterricht durchführen könnten.“ (Jonas W.) – „Fasziniert hat mich besonders die Zusammenarbeit der Klasse“ (Hanna M.) – „Den Zeitaufwand und vor allem die nötige Kommunikation hatte ich dabei ein wenig unterschätzt, allerdings wurde dies von den vielen positiven Einblicken und Erkenntnissen überwältigt.“ (Patricia W.) – „Mir kam unsere Klasse in gewisser Weise vor, wie eine kleine Firma. Denn diese funktioniert auch nicht, wenn nicht alle an einem Strang ziehen, was bei uns auf jeden Fall schon der Fall war.“ (Christian M.).

Klasse 10a und Frau Siegel

Hier geht es zur Austellung.