Unterhaltung pur beim Sommerkonzert des GW

Kurz vor den Pfingstferien konnten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wertingen endlich wieder ihre musikalischen Talente unter Beweis stellen. Die Wochen davor waren dabei voll mit intensiven Proben, dem letzten Feinschliff und auch Aufregung und Nervosität.

Bis zuletzt war zudem nicht klar, ob das Sommerkonzert, angelehnt an das bekannte Format „Lyrik und Musik“, wie geplant im Innenhof stattfinden konnte. Letztendlich machte uns dann doch der Regen einen Strich durch die Rechnung und die Veranstaltung wurde kurzerhand ins Forum verlegt.

Trotz allen wetterbedingten Unsicherheiten schafften es die Musikerinnen und Musiker von Beginn an, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Die Querflötenspielerinnen und das Saxophontrio entführten alle anfangs mit Filmmusikklängen aus „The Beauty and the Beast“ und einem verliebt interpretierten „Perfect“ von Ed Sheeran gedanklich in ferne Welten. „Hawaii“, ein Songwriting-Beitrag aus dem Unterricht der 11. Klassen zum Thema Licht, überzeugte durch passend selbstgeschriebene Melodien und Texte. Die Zuhörerinnen und Zuhörer vernahmen zu stimmigen Melodien die Geschichte eines tristen Regentags, an welchem sich für diesen Moment unerreichbare Wünsche und Sehnsüchte, wie beispielsweise im Sonnenuntergang mit der Partnerin oder dem Partner spazieren zu gehen, in den Vordergrund drängten. Viele weitere Gesangsbeiträge, alle stimmig zum Thema Licht, darunter „Set Fire to the Rain“ und „Dying in LA“, wurden gekonnt  in verschiedenen Gesangsbesetzungen unter anderem von Luna Bläßing, Maja Musialek, Emma Pop und Ani Stepanyan interpretiert. Die 22 Sängerinnen und Sänger des Unterstufenchors präsentierten daraufhin fast schon routiniert mitreißende moderne Stücke, wie die sommerlich sehnsuchtsvollen Klänge von Passengers „Let Her Go“ oder „Ich lass für dich das Licht“ an von Revolverheld. So richtig Stimmung heizte der Unterstufenchor dem Publikum abschließend mit „Chöre“ von Mark Forster ein. Das gesamte Plenum sang und klatscht begeistert mit. Der Chor bezauberte im Anschluss daran durch die bekannten Titel „Firework“ und „Call Me Maybe“ und überzeugte auf ganzer Linie durch kräftige Männerstimmen und dynamisch ausgewogene Klänge, welche das ganze Forum füllten.

Während des ganzen Konzertabends bildeten wirkungsvoll inszenierte Gedichte und Texte von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse passende Überleitungen zwischen den einzelnen Programmpunkten und schafften dadurch eine stimmige Abrundung und einen roten Faden zum Thema Licht. Man konnte dabei stets rätseln, ob die vorgetragenen Texte von einer KI erstellt wurden oder nicht.

Ein eigens für das Konzert gegründetes Streicherensemble trug gekonnt „Freude schöner Götterfunken“ und „Sunshine“ vor und schaffte es dabei, das Forum mit lockeren Streicherklängen sehr überzeugend zu füllen. Überdies war die zweite Hälfte bestückt mit Pop- und Jazzklaviersounds von Audrey Kamden mit „Manhattan Skyline“ und einer absolut eindrucksvollen Version von „Flying“, einem eigenen Song von Jule Ensslin sowie einem sehr souverän vorgetragenen Harfensolo von Marie Meir. Die letzte Runde leiteten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen durch eine musikalisch sehr mitreißende Interpretation des Hits „Bella Ciao“ ein, welche mit Cajons, Schlagzeug und verschiedenen Blasinstrumenten in einem sehr lebendigen Klassenarrangement musiziert wurde.

Abschließend rissen die über 90 Mitwirkenden mit ihrer geballten Stimmgewalt das Publikum bei der Zugabe buchstäblich vom Hocker und beschlossen so einen bunten und kurzweiligen Konzertabend.

Franziska Seitz