Hackdays 2025

Tüfteln, coden, gestalten: Hackdays am Gymnasium Wertingen begeistern mit Kreativität und Innovation

Drei Tage lang wurde Ende November 2025 am Gymnasium Wertingen konstruiert, gebastelt, gelötet, programmiert und experimentiert. Bei den Hackdays verwandelten 40 Schülerinnen und Schüler im MakerSpace des Gymnasiums Wertingen ihre Ideen in funktionierende Prototypen und entdeckten dabei nicht nur die Welt von „Hacking“, „Making“ und „Coding“ für sich, sondern arbeiteten an eigenen technischen Lösungen für Herausforderungen aus ihrem Schulalltag. Unterstützt von Mentoren des KidsLab Augsburg entstanden dabei eindrucksvolle „Hacking“-Projekte mit Mikrokontrollern, Sensoren, Motoren oder 3D-Druck – von einer fernbedienbaren Türöffnung für Rollstuhlfahrer oder einem Anwesenheitskontrollsystem mit RFID-Chips bis hin zu einem digitalen Bestellsystem für die schuleigene Mensa. 

Technik als Schlüsselkompetenz

„Hacking, Making und Coding fördern Kreativität, Problemlösefähigkeit und Innovationsgeist – Kompetenzen, die unsere jungen Menschen in der Arbeitswelt von morgen dringend brauchen“, betonte die Landtagsabgeordnete Marina Jakob (Freie Wähler), die die Hackdays persönlich besuchte.  Bayerns Staatsminister Dr. Fabian Mehring, Schirmherr der Hackdays am Gymnasium Wertingen,  dem es leider nicht möglich war persönlich vor Ort zu sein, ließ den Teilnehmenden herzliche Grüße und seine große Anerkennung ihrer Leistungen ausrichten. Technikkompetenz, so Jakob, bedeute mehr als nur Programmieren: Sie befähige Jugendliche, die digitale Welt aktiv mitzugestalten. Der Freistaat unterstütze deshalb gezielt Initiativen wie diese, die Kindern und Jugendlichen Freude an Technik vermitteln und ihnen kreativen Raum zum Experimentieren geben.

Vom Problem zur Lösung

Das bewährte Konzept der Hackdays stammt aus der Initiative „Make Your School – Eure Ideenwerkstatt“. Zu Beginn sammelten die Teilnehmenden in kleinen Teams konkrete Probleme aus ihrem Schulalltag: Wie lassen sich Prozesse einfacher gestalten? Wie könnte ein smartes Bestellsystem für das Mittagessen aussehen? Wie kann Technik den Schulalltag von Kindern mit Beeinträchtigungen erleichtern? Aus diesen Fragestellungen entwickelten die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt eigene Lösungsansätze und setzten sie als funktionierende Prototypen um – nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und mit viel Mut zum Ausprobieren.

Begleitet wurden sie dabei von Mentorinnen und Mentoren des KidsLab Augsburg, einer gemeinnützigen Einrichtung, die Kinder und Jugendliche spielerisch an digitale und technische Themen heranführt und eng mit Schulen in der Region kooperiert. 

Unterstützung erhielt das Gymnasium Wertingen auch durch Sponsoring von regionalen Unternehmen wie Grünbeck, GEDA, Grenzebach, Gartner, WDT Werner Dosiertechnik und KUKA. 

„Wir sind sehr dankbar, dass regionale Unternehmen den Wert solcher außergewöhnlicher Projekte erkennen und mit ihrer Unterstützung auch den Nachwuchs in dringend benötigten Berufsfeldern fördern“, merkte Schulleiterin Barbara Meyer an. 

Feierlicher Abschluss mit Preisverleihung

Den Höhepunkt bildete die Abschlusspräsentation am letzten Tag der Hackdays. Vor Mitschülerinnen und Mitschülern, Eltern, Lehrkräften und Gästen stellten die Teams ihre Projekte vor und erklärten Idee, Umsetzung und Nutzen ihrer „Hacks“. Im Anschluss zeichnete MdL Marina Jakob die besten Projekte in acht verschiedenen Kategorien mit Pokalen aus. Und schließlich überreichte Dr. Juliane Gottmann, Geschäftsführerin des KI-Produktionsnetzwerks an der Universität Augsburg, eine ganz besondere Einladung für alle Teilnehmenden – nämlich einen Besuch des KI-Produktionsnetzwerks. „Es macht viel Mut, zu sehen mit welcher Begeisterung für Technik die Jugendlichen mit so viel Engagement und Konzentration an ihren Projekten gearbeitet haben.“ sagte Juliane Gottmann und freute sich, auch einige Mädchen unter den Teilnehmenden des Hackathons zu sehen. 

Manfred Schußmann, Ausbildungsleiter bei KUKA, der als Vertreter des Sponsors die Hackdays auch schon während der Projektphase besucht hatte, zog als Fazit: „Was hier in nur drei Tagen entstanden ist, zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unseren Jugendlichen steckt, wenn wir ihnen Vertrauen, Werkzeuge und kreativen Freiraum geben.“

Ein Blick in die digitale Zukunft

Die für die Hackdays verantwortlichen Lehrkräfte Marina Lesiak-Kienmoser, Kerstin Betz, Christian Grunick, Stefan Buchele und Georg Weichselbraun zeigten sich sehr zufrieden mit dem Engagement der Schülerinnen und Schüler aber auch mit der Begeisterung, welche die Projektergebnisse und vor allem die technischen Fähigkeiten der Jugendlichen bei den Eltern, den Sponsoren und den Vertretern der Politik auslösten. Sie waren nach der Abschlussveranstaltung zuversichtlich, dass das Projekt auch in Zukunft die nötige Unterstützung erhalten wird. 

Georg Weichselbraun