Wertinger Tüftler beim Maker Festival 2026 in Berlin

Vom 18. bis 20. September 2026 waren zwei Schüler unserer Schule beim großen Finale des Maker Festivals von „Make Your School“ in Berlin dabei. Mit ihrem Projekt, einer barrierefreien Tür für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, hatten sich Leonard Petry und Johannes Petry im vergangenen Schuljahr bei den Hackdays qualifiziert und sich damit erfolgreich für Berlin beworben. Im Finale traten insgesamt zehn Schülerteams aus ganz Deutschland mit ihren „Hacks“ an.

Los ging es am Freitag mit der Anreise und einer Foto-Rallye quer durch die Hauptstadt – vorbei an Brandenburger Tor, Fernsehturm und weiteren Berliner Wahrzeichen. So kamen die Teams gleich miteinander ins Gespräch und lernten die Stadt kennen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Wettbewerbs: An der Technischen Hochschule Berlin bauten die Teams ihre Stände auf und präsentierten einen ganzen Nachmittag lang ihre Projekte den Besucherinnen und Besuchern. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Keynote der Raumfahrtingenieurin Annemarie Lohse, die sieben Jahre lang an der Artemis-Mondmission mitgearbeitet hat – bei Airbus Defence and Space war sie unter anderem für die Lebenserhaltungssysteme der Kapsel verantwortlich, also für Sauerstoff, Wasser und den richtigen Druck an Bord. Unter dem Titel „Mission Scheitern – Mission Erfolg“ machte sie den jungen Tüftlerinnen und Tüftlern anschaulich klar: Scheitern gehört zu jeder erfolgreichen Mission. Jeder Fehlversuch, so ihre Botschaft, ist kein Rückschlag, sondern ein Schritt näher an der Lösung.

Bei der Siegerehrung in den Kategorien Innovation, Design und Publikumsvoting war das Wertinger Team am Ende nicht dabei. Die Jury zeichnete zwei Tüftlerinnen-Teams aus, die eine alte Kaffeemaschine zu einem Lufterfrischer umgebaut bzw. eine LED-Leiste zum Aufrufen von Schülerinnen und Schülern im Unterricht entwickelt hatten. Die meisten Stimmen beim Online-Publikumsvoting sicherte sich ein Team aus Elsenfeld an der bayerisch-hessischen Grenze.

Trotzdem war die Reise für unsere beiden Schüler, die von Georg Weichselbraun begleitet worden waren, ein großer Gewinn: die Ehre der Einladung nach Berlin, die Erfahrung im bundesweiten Wettbewerb, viele neue Kontakte und jede Menge Inspiration. Ganz im Sinne von Annemarie Lohses Keynote verstanden die beiden das Ergebnis nicht als Endpunkt, sondern als einen weiteren Schritt – und freuten sich schon darauf, ihren Hack weiterzuentwickeln oder mit einem neuen Projekt in das Schuljahr zu starten.

Georg Weichselbraun